Wie es zu diesem Fotoprojekt kam...

 

Ich war gerade am Aussteigen aus der Straßenbahn, als ich eine junge Frau (Jojo) sah, die gerade ein Buch las. Ich gab ihr einen Flyer zu diesem Projekt und sagte ihr, dass ich mich freuen würde, wenn sie mitmachen würde. Dann stieg ich aus.

Thomas fand einen Flyer, der mit einer hölzernen Klammer an einem Baum hing. Zuhause angekommen, sah er sich die Webseite des Projektes an und entschied sich, mir zu schreiben. Mit beiden traf ich mich einzeln. Ich stellte das Projekt vor und wir redeten über so vieles...

 

Vertrau mir 22 - Foto von Jakob Barton

 

Nur ein paar Tage später rief ich beide an und vereinbarte ein Treffen. Beide kannten einander nicht und sahen sich anfangs nicht. Ich sagte ihnen nur dass, was sie wissen mussten und schickte sie auf einen kleinen Trip durch Dresden. Sie führte ihn und er ließ sich führen. Beide durften zunächst nicht miteinander sprechen.

 

Vertrau mir 23 - Foto von Jakob Barton

 

Ich hätte nie gedacht, wie viele schöne Kleinigkeiten unterwegs passieren würden. Die beiden vertrauten einander, tanzten am Bahnsteig, fuhren mit dem Zug zum Flughafen und legten sich mitten in die Eingangshalle - um sich zu erzählen, was sie wahrgenommen hatten. Dann sahen sie einander das erste mal in die Augen, lernten sich näher kennen. Thomas beschloss Jojo die Augendbinde anzulegen, ging mit ihr essen, ließ ihre Hand von einem Hund anlecken, fuhr mit ihr Fahrstuhl und Rolltreppe - bis sie gemeinsam weiterreisten...

 

Vertrau mir 24 - Foto von Jakob Barton

 

Beide berichteten später, wie weit die Räume schienen, wie viel sie plötzlich hörten, wie vertraut sie sich waren, ohne miteinander gesprochen zu haben.

Eigentlich wollte ich nur ein paar Portraits knipsen, entschloss mich dann aber eine Auswahl der Bilder als Serie auf diese Seite zu stellen, damit du ein wenig an dieser Reise teilhaben kannst.

 

...und Gedanken werden sichtbar.