Die Antworten...

 

...auf die Frage: Was würdest du tun, wenn du einen bestimmten Moment noch einmal erleben könntest? Welchen Augenblick würdest du wählen?


"Gestern erlebte ich etwas Unglaubliches und vollkommen Neues. Es war ein Gefühl, was ich sehr gerne noch einmal erleben würde. Ich spürte wie in einem ganz besonderen Moment, an einem schönen Ort, ganz viel gute Energie von mir auf ihn überging und von ihm auf mich. Es war ein unbeschreiblich starkes Gefühl, was in uns beiden eine ganz tiefe und wirkliche Ruhe hervor brachte. Ein großes warmes Gefühl, was Raum und Zeit verschwinden ließ. Wir waren uns nahe, ohne Worte, ohne dass es unbedingt eine Berührung geben musste. Dabei kannte ich ihn erst seit wenigen Stunden.
Es zeigt, dass es eine wirklich echte und starke Bindung zwischen zwei Menschen geben kann, so wie sie mir bis jetzt noch nie begegnet ist. Wahrscheinlich wird es uns immer auf irgendeine art verbinden, auch wenn es ungewiss ist, ob oder wann wir uns wieder sehen. Es hat mir viele Fragen beantwortet und mein Weltbild verändert!"

"den Augenblick des sich-öffnens, den man erlebt wenn man noch nicht offiziell ineinander verliebt ist, der Moment vor dem ersten Kuss. Oder eines anderen Beweises der Gefühle füreinander. Dieser Moment ist so einzigartig weil alles was danach kommt, nicht daran heranreicht."

"Wie ich als junge Frau in einer Jugendherberge in Südafrika mich völlig unerwartet in einen anderen Reisenden verliebt habe. Als er den Raum betrat und wir uns sahen war es wie Magie, die aus dem Nichts da war. Dieses Gefühl: absolut irritierend, die Zeit steht still, es fühlt sich vertraut an und doch so aufregend unbekannt, ein Zauber, den man gar nicht erklären, sondern nur erleben kann.
Das war 'Liebe auf den ersten Blick', wie ich es danach nie wieder erlebt habe."

"Ich würde die Zeit auf den Moment zurückdrehen, bevor ich meinen Freund das erste Mal küsste. Wir lagen den ganzen Abend Arm in Arm da und haben uns gegenseitig schöne Lieder gezeigt. Wir schmiegten uns immer enger aneinander, berührten gegenseitig unsere Gesichter und schauten uns tief in die Augen. Dieser klitzekleine Moment, in dem du vor Glück strotzen könntest, weil du weißt, du wirst gleich einen wunderbaren Menschen küssen, diesen Moment haben wir stundenlang hinausgezögert. Unsere Gesichter waren uns so nah, unsere Lippen streiften einander, berührten sich, doch wir küssten uns nicht. Erst, als wir beide es nicht mehr aushalten konnten, legten wir die Lippen aufeinander und küssten uns. Diesen Moment gibt es nur vor dem ersten Kuss."

"Ich würde einen der Momente wählen, in dem mein jetziger Freund bei mir Zuhause war, damals gute Freunde. Auf meinem Rechner lief plötzlich orientalische Musik und wir tanzten sehr eng dazu. Da er ein bisschen tapsig ist, drehten wir uns eigentlich nur im Kreis, aber dieser Moment war wunderschön und ließ erahnen, was aus uns noch werden könnte."

"Nachts aufwachen, in einem Feld, auf einer Picknickdecke, der Sternenhimmel über mir und sich geborgen zu fühlen in den Armen des Menschen, den man liebt."

"Ich saß auf dem Kamm einer hohen Düne aus rötlich feinem Sand im Idhan Ubari (Libyen) und schaute in die sich neigende Sonne. Meine Freundin vor mir, ich dahinter, jeweils ein Bein rechts, eines links vom Kamm im Sand vergraben, Der Wind blies kräftig und warm von einer Seite, Sand ergoss sich in Wellen über den Kamm und umspülte unsere Hüften. Ich nahm Ihre Arme und hielt sie über Kreuz eng vor meiner Brust, als wären sie die Lenkstange eines Choppers. Ihr Rücken lag fest an meiner Brust. Meine Wange lag an ihrem Hals, halb in Ihren langen lockigen Haaren vergraben. Albern, machte ich Geräusche wie ein Motorrad dass sich die Gänge nach oben durch arbeitet. Ich legte mich mit ihr in die Kurve als wollte ich die Fußrasten in den Asphalt bohren, wild bremsend, dann wieder beschleunigend den Oberkörper entsprechend vor uns zurück werfend, so ging das eine Weile, immer die Sonne im Blick... ...für diese Augenblicke war ich unendlich glücklich. Besonders, weil wir irgendwann über die absurde Szenerie herzhaft lachen mussten, so dass wir halb vom Sattel bzw. vom Dünenkamm gerutscht sind."

"Ein Abend am Elbufer im Sommer, auf dem Steg, ein Mädchen und ich - es ist Nacht, dunkel, gegenüber flackern die Lichter der Häuser und es ist still... seichte Musik aus einem Hinterhof, lachende Menschenstimmen... wir liegen auf dem Steg, benetzen unsere Finger mit dem kühlen Nass, und berühren uns gegenseitig mit geschlossenen Augen im Gesicht... wir erraten, welcher Finger uns das Antlitz liebkost. Auf einmal spüre ich ihre weichen Lippen auf den meinen... Wärme und pures Glück durchziehen mein Gemüt... und dann auf einmal der erste Zungenkuss, vom Mädchen das ich so begehrte. Erfüllung von Leib, Geist und Herz, in einem Augenblick!!!"

"Ich würde gerne den ersten Kuss mit meinem Freund noch mal erleben oder das letzte mal, als ich mit meinem Opa gesprochen habe, bevor er gestorben ist, um ihm zu sagen, wie sehr ich ihn lieb hab."

"Zusammen mit meinem (verstorbenen) Hund auf einem Fels in Richtung Sonnenuntergang schauen..."

"Ich würde mich von meiner Mutti verabschieden... weil sie gestorben ist mitten in der Nacht und keiner bei ihr war."

"Den Augenblick, als ich ein Mensch auf Erden werden wollte."

"Den Sommertag an dem ich ziellos durch eine ziemlich hässliche Stadt gelaufen bin und das Gefühl hatte die Welt zu verstehen, ihr größtes Geheimnis zu kennen. In den frühen Morgenstunden hatte ich zum ersten Mal erlebt, wie ein Mensch geboren wurde."

"Nach der letzten Presswehe, das Kind gleitet aus mir heraus, mein Mann hält mich umschlungen und wir heben gemeinsam das Kind hoch. Es ist ein unfassbarer Moment des Glücks."

"Ich glaube, ich würde meine Geburt wählen. Es muss ein wunderbares Gefühl gewesen sein, das erste Mal das Licht der Welt zu erblicken mit allen Sinnen meine Umgebung wahrzunehmen und die Liebe und das Glück meiner Eltern zu spüren... Ich finde eine Geburt ist ein wahres Wunder und dieses noch einmal bewusst als der Grund oder das Resultat (ein besseres Wort fällt mir dazu im Moment leider nicht ein) durchleben zu dürfen, muss fantastisch sein.."

"Der Moment nach der Geburt meiner Tochter. Wir waren im Geburtshaus, gedämpftes Licht in einem Raum, der mit viel Liebe eingerichtet wurde, ein großes Bett, bezogen mit der Bettwäsche von daheim. Erschöpft sehe ich einfach nur zu, wie meine Tochter auf der Brust von meinem Partner liegt und ich spüre, "er ist angekommen". Dieser Moment hatte für ihn so viel mehr zu bedeuten, als manch einer denkt. Er wurde adoptiert und für ihn war es unendlich wichtig, seine Tochter als Erster in den Armen zu halten. Ein unvergesslicher Moment.."

"Abschlussfahrt unserer zehnten Klasse im Gymnasium: Es war einfach drum herum alles perfekt, wir hatten Spaß, waren die besten Freunde und niemand konnte uns etwas anhaben... Die Welt gehörte uns, so gesehen!"

"Ich würde gern noch mal so ungefähr 10 oder 11 Jahre alt sein und mit meinen Freunden spielen, im Wald, in unseren Gärten, bei meiner Freundin zu Hause, laufend durch die Wiesen, nach Hause kommen und den Tag beschließen. Nachspüren, wie genau das damals war, so in der Gänze, neben den Details die mir in Erinnerung haften geblieben sind."

"In einer lauen Sommernacht auf dem Boden liegend, mit Freunden in die Sterne schauend über Gott und die Welt zu reden..."

"Den letzten Tag eines Gemeinschaftsseminars, an dem alle miteinander verbunden sind in Glück und Freude. Und eigentlich will niemand nach Hause fahren, weil es gerade so schön ist."

"Den Moment, als ich mit meiner Freundin in den Alpen wandern war und wir auf dem Bergkamm in ein Gewitter geraten sind und dann endlich nass, etwas ängstlich, nach der letzten Überquerung des Kamms die rettende Hütte auf einer großen Wiese erblickt haben."

"Oh, das wären einige. Kann ich nicht gleich eine Zeitmaschine bekommen?
Wenn ich mich spontan entscheiden müsste, wäre es das Gewitter, das neben einem Fluss niederging. Es war nachts und alle Bewohner des umliegenden Dorfes schliefen schon, als ich mich nackt ans Ufer stellte, den Regen auf meiner Haut spürte, der Donner meinen Körper durchfuhr und die Blitze den Himmel erleuchteten. Das war ein unglaublich tolles Gefühl, ein Einatmen von Freiheit und Lebendigkeit.
Draußen regnet es gerade, vielleicht geh ich ja gleich noch raus..."

"Momente sind vergänglich. Melancholie ist schön. Die Vergänglichkeit negiert die Bedeutung eines Moments nicht. Eine wahre Entdeckung besteht nicht nur aus dem Betreten neuen Landes, sondern vor allem aus der Suche nach neuen Perspektiven und Sichtweisen. Ich möchte keinen Moment noch einmal erleben."

"Momente in denen man einfach den Augenblick genießt sind einmalig und sollten es bleiben. Zum Beispiel wenn man mit seiner Familie oder seinen Freunden zusammen sitzt und spürt wie kurzlebig der Moment ist, weil schon morgen alles anders sein kann. Die Momente in denen ich realisiere, wie kostbar der Augenblick ist erlebe ich immer wieder und sie sind doch immer anders."

...und Gedanken werden sichtbar.